12.11.2019

BayWa: Deutliche Ergebnissteigerung für 2019

Die BayWa AG, München, hat die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2019 erfolgreich abgeschlossen: Während der Umsatz zum 30. September 2019 leicht auf 12,5 Mrd. Euro (Q1-3/2018: 12,2 Mrd. Euro) anstieg, legte das EBIT mit 77,3 Mio. Euro (Q1-3/2018: 28,3 Mio. Euro) deutlich zu.

Alle drei Kernsegmente Agrar, Energie und Bau verbesserten ihre Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Eine besonders positive Entwicklung verzeichnete das Segment Energie: Sowohl die Klassische Energie als auch das Geschäft mit erneuerbaren Energien erreichten eine signifikante Ergebnisverbesserung. Die Klassische Energie profitierte dabei von der internationalen Ölpreisentwicklung und der heimischen Nachfragesteigerung nach Holzpellets. Das Geschäftsfeld Regenerative Energien baute seine internationalen Aktivitäten im Projektgeschäft mit Solar- und Windenergieanlagen sowie im Solarmodulhandel weiter aus und verkaufte, anders als im Vorjahr, bereits im 3. Quartal einige größere Anlagen. Der überwiegende Teil der Verkäufe ist auch 2019 wieder im 4. Quartal geplant: Über 650 Megawatt (MW) sind in der Verkaufspipeline, so dass das Jahresergebnis im Segment Energie 2019 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gesteigert werden kann. „Das Geschäftsfeld Regenerative Energien wird auch 2019 ein wesentlicher Träger unseres Konzernergebnisses sein. Dies zeigt deutlich die hervorragende Entwicklung dieser seit zehn Jahren aufgebauten Geschäftsaktivitäten“, betonte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz.

Segment Agrar: Unterschiedliche Entwicklungen

Das Segment Agrar zeigt zum 30. September 2019 unterschiedliche Entwicklungen: Im internationalen Getreidehandel führten handelspolitische Spannungen zu rückläufigen Exporten bei BAST und beeinflussten das Ergebnis in diesem Geschäftsbereich ebenso wie die geringere Futtermittelnachfrage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem BAST von der trockenheitsbedingten Grundfutterknappheit profitiert hatte. Das Geschäftsfeld Agrar sicherte aufgrund der höheren Erfassungsmenge an Getreide und des starken 1. Halbjahrs seine Ergebnisverbesserung. Gleichwohl blieben die Marktbedingungen für den inländischen Betriebsmittelhandel vor allem durch die strengeren Verordnungen beim Düngemitteleinsatz und den rückläufigen Rapsanbau schwierig.

Das Ergebnis im Geschäftsfeld Global Produce konnte deutlich gesteigert werden. Dies ist zum einen auf das Geschäft in Deutschland zurückzuführen, weil die Überhänge der Rekordernte des Vorjahres zu guten Konditionen vermarktet werden konnten und die neue Vermarktungssaison mit einer lebhaften Nachfrage startete. Die diesjährige Ernte ist zwar mengenmäßig eher durchschnittlich ausgefallen, erreichte aber deutlich bessere Qualitäten, die entsprechende Chancen für die Vermarktung in den nächsten Monaten bieten. Im internationalen Obstgeschäft war T&G Global Limited besonders im asiatisch-pazifischen Markt mit Spezialsortimenten wie Trauben, Beeren und Zitrusfrüchten erfolgreich.

Das Geschäftsfeld Technik lag im Ergebnis deutlich über den Planzielen, wenngleich erwartungsgemäß nicht ganz auf dem Rekordniveau von 2018. Dieser Bereich profitierte nicht nur von der sehr guten Investitionsbereitschaft der Landwirte, sondern auch von der steigenden Nachfrage auf Seiten der öffentlichen Hand.

Quelle: BayWa