13.04.2017

Beerenfrüchte

Entwicklungen im geschützten Anbau

Die Substratkultur auf erhöhtem Damm ermöglicht einen frühzeitigen Erntebeginn, im Vergleich zur Kultur auf Stellagen ist sie aus arbeitstechnischer Sicht eher nachteilig

Der geschützte Anbau von Beeren hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt. Dies betrifft inzwischen alle Bereiche des Beerenanbaus. Am höchsten ist sicherlich der Anteil bei Himbeeren. Die Statistik weist hierfür für das Jahr 2016 222 ha (Destatis) aus. Diese dürfte aber vermutlich etwas hinterherhinken. Berücksichtigt man, dass im geschützten Anbau deutlich höhere Erträge im Vergleich zum Freiland erzielt werden, dürfte der Marktanteil hier inzwischen bei 50 % liegen. Schon jetzt sind Himbeeren aus dem Freiland über den LEH kaum noch zu vermarkten.

Bei Erdbeeren dominiert natürlich noch der Freilandanbau, aber der Anteil geschützter Ware dürfte auch hier inzwischen bei 15-20 % liegen. Entwicklungen, die man in den Nachbarländern sieht, werden auch auf uns zukommen. In Tab. 1 sind Zahlen aus Belgien dargestellt.

Mehr als 50 % der Beeren werden in verschiedenen Kulturverfahren geschützt produziert. In den Niederlanden wird etwa 60 % der erzeugten Menge überwiegend in hochmodernen Glashäusern produziert. England stellt gerade von der geschützten Bodenkultur auf geschützte Stellagenkultur um. Frankreich hat durch seine hohen Löhne eine starke Flächenreduktion erlebt, aber das was noch da ist, ist geschützt. Die spanische Produktion hat schon vor Jahren vom Minitunnel auf den Hochtunnel umgestellt. Nachfolgend soll auf die Entwicklungen in Deutschland im geschützten Beerenanbau eingegangen werden.

Erdbeere - Wandertunnel

Die geschützte Fläche (2016) wird in der Statistik mit 993 ha (Destatis) angegeben, dürfte allerdings deutlich höher liegen. Verlässliche Schätzungen gehen von etwa 1 500 ha aus. Es wird überwiegend in Wandertunneln im Boden kultiviert. Das Ziel ist der Frühanbau mit frühen Sorten wie `Clery´ oder `Flair´. Tunnel gibt es inzwischen in ganz Deutschland und sie sind für die Direktvermarktung ein Muss.

Für die Handelsbelieferung ist allerdings ein früher Standort von großer Bedeutung, da sonst die Überlappungszeit zum Freiland zu lange ist und die notwendigen Mehrerlöse nicht immer sicher erreicht werden. Man kann in der Regel von einem Erntebeginn um den 1. Mai ausgehen und die Ernte ist Ende Mai weitgehend abgeschlossen. Frühe Lagen in Südwestdeutschland starten auch schon um den 25. April. Für die Frühzeitigkeit sind nicht so sehr die Durchschnittstemperaturen entscheidend, sondern die Sonnenscheinstunden. Auch in Norddeutschland gibt es Lagen mit vielen Sonnenstunden, die dann auch eine gute Verfrühung erzielen.

Als Tunneltypen eignen sich für den Wandertunnel solche mit Breiten von 5,50 bis 8,00 m. Damit sie noch transportabel bleiben, darf die Höhe von 3,50 m nicht überschritten werden. Sollen große Flächen jährlich neu auf- und abgebaut werden, eignen sich eher schmalere Tunnel. Gerade bei den breiteren Typen versucht man das jährliche Auf- und Abbauen zu vermeiden und kultiviert dann zweijährig oder pflanzt im gleichen Damm ein zweites Mal. Bei entsprechend geformter Stehwand kann man im Tunnel neue Dämme herstellen. Wandertunnel werden überwiegend für die Verfrühung einmaltragender Erdbeeren eingesetzt.

Sie können allerdings auch für eine Durchkultur verwendet werden. Dann erfolgt bei einer Pflanzung von Wartebeetpflanzen Anfang bis Mitte Juli die Übertunnelung Ende August. Die im September geerntete Ware ist dann von sehr guter Qualität, aber teuer produziert, zumal im Frühjahr die Durchkultur mit der Ernte etwa fünf bis sieben Tage später beginnt. Wandertunnel können ebenfalls bei remontierenden Erdbeeren Verwendung finden. Dies ist besonders dann interessant, wenn bereits ein remontierender Frühertrag erzielt werden soll. Ein Versuchsergebnis ist in Tab. 2 dargestellt.

Nach einer Herbstpflanzung Ende August und einer Übertunnelung Ende Januar werden im Frühjahr bis Ende Mai etwa 40 % des Gesamtertrages erzielt. Durch den Tunneleinsatz wird hier die Qualität deutlich verbessert und die Pflückperiode wird deutlich verlängert, so dass die Flächenerträge ansteigen.

Erdbeere – Stationäre Tunnel

Substratdamm

Ist aus unterschiedlichen Gründen ein Flächenwechsel nicht möglich, können stationäre Tunnel verwendet werden. Statt die Fläche zu wechseln, muss dann allerdings im Substrat kultiviert werden, was regelmäßig zu erneuern ist. Ohne Verlust an Frühzeitigkeit lässt sich dies durch einen Anbau in Substratdämmen realisieren. Bei diesem Verfahren wird in einen hohen Damm (Spargeldamm) eine ca. 0,15 x 0,15 m große Rinne geformt. Der Damm wird mit Folie abgedeckt und die Rinne wird mit Substrat gefüllt. Die Bewässerungs- und Düngungsstrategie entspricht einer Stellagenkultur.

Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass die Bodenwärme zu einer vergleichbaren Frühzeitigkeit wie in einer Bodenkultur im Wandertunnel führt. Der Nachteil ist, dass es keine Vorteile in der Pflückleistung gibt und im Vergleich zu einer Stellagenkultur die Reihenlänge/ha um ca. 15 % reduziert ist. Bei diesem Verfahren konnte bei remontierenden Erdbeeren ein deutlich höherer Thripsdruck beobachtet werden. Die Kultur in Substratdämmen ist besonders dort geeignet, wo auf der einen Seite keine Wechselfläche mehr zur Verfügung steht, auf der anderen Seite die Frühzeitigkeit höchste Priorität hat. 

Stellagen

Immer dann, wenn bei stationären Tunneln nicht nur die Frühzeitigkeit im Vordergrund steht, kommen Stellagen in Frage. Der Vorteil liegt zunächst einmal in der deutlich höheren Pflückleistung, die etwa 70 bis 100 % höher liegt im Vergleich zu einer Bodenkultur, aber auch in der besseren Fruchtqualität und der hohen Verlässlichkeit in punkto Planbarkeit und der Lieferfähigkeit. Ein Teil der eingesparten Pflückstunden müssen allerdings für andere Arbeiten, wie das Durchziehen der Blüten, eingesetzt werden.

Verschiedene Tunneltypen und auch verschiedene Kulturverfahren werden verwendet. Sowohl mehrschiffige als auch einschiffige Tunnel in Breiten von 8,00 bis 9,50 m werden gebaut. Es handelt sich dabei um stabile Tunnel, häufig mit einem Rohrdurchmesser von 60 mm, mit Firststange und zum Teil auch mit Unterzügen. Diese Tunnel sollen auch bei starken Stürmen sicher halten und demensprechend auch versicherungsfähig sein. Bei diesen Tunneln beginnt man auch mit den ersten Schritten zur Automatisierung der Lüftungstechnik. Dann wird die Folie nicht mehr mit Schnüren gespannt, sondern in Klemmprofilen befestigt, sodass man z.B. mit Wickellüftungen arbeiten kann. Einfache Systeme werden technisch aufgerüstet, um sowohl das Klima besser zu steuern als auch aus arbeitswirtschaftlichen Gründen.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob man dann nicht auch gleich in ein hochwertiges stabiles Folienhaus mit einer Stehwandhöhe von mindestens 3 m und einer durchgehenden Firstlüftung investieren sollte. Trotzdem bleibt ein deutlicher Preisunterschied. Technisch hochwertige Tunnel, hier spricht man eher von Foliengewächshäusern, bekommt man etwa ab 25 €/m², während stationäre Tunnel je nach Ausstattung etwa zwischen 7 und 12 €/m² kosten.

Der Vorteil mehrschiffiger hoher Tunnel liegt auch darin, dass die Flächenausnutzung im Vergleich zu Einzeltunneln deutlich höher ist und die Bestandsüberwachung einfacher ist, da man problemlos quer gehen kann. Ein Nachteil liegt in der Baugenehmigungspflicht. Während niedrige Einzeltunnel in einigen Bundesländern nach wie vor genehmigungsfrei sind, müssen hohe Foliengewächshäuser immer genehmigt werden, was zu Zeitverzug und zusätzlichen Kosten führen kann.

Anbautechnisch gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann ein oder zwei Sätze Terminkulturen mit einer ersten Pflanzung Ende Februar und einer zweiten Pflanzung zwischen dem 15. Juni und dem 15. Juli durchführen. Dabei werden sehr gute Qualitäten erzeugt. Der Ertrag hängt aber stark von der Pflanzenqualität ab. Man strebt etwa 40 bis 50 Blütenstände/lfm. an. Das entspricht bei einer mittelschweren Wartebeetpflanze etwa 12 Pfl./lfm. Da nur eine Ernte von einer Pflanze erzielt wird, ist das Verfahren vergleichsweise teuer. Es kommt vor allem in Frage, wenn preiswertes Pflanzmaterial zur Verfügung steht.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Durchkultur mit einer Pflanzung um den 10. Juli, einer ersten Ernte von Ende August bis Mitte Oktober und einer zweiten Ernte von Mitte Mai bis zum 20. Juni. Standardsorte hier ist `Elsanta´, aber auch Frühsorten wie `Clery´, `Flair´ und auch `Malling Centenary´ sind geeignet. Bei Pflanzung mit Wartebeetpflanzen oder Trays werden je nach Sorte im Herbst 2,5 bis 4 kg/lfm. und im Frühjahr 4 bis 6,5 kg/lfm. erzielt. Wichtig ist eine geschützte Überwinterung. Hierzu wird im Tunnel ein Vlies flächig über die Erdbeeren gezogen oder diese Pflanzen werden auf den Boden gestellt und mit Vlies abgedeckt.

Bei remontierenden Erdbeeren dürfte der Anbau in Stellagen im Moment besonders von Vorteil sein. Die Produktionskosten zwischen Freilandanbau und geschütztem Stellagenanbau sind vergleichbar, sodass sonstige Vorteile bei letzterem stärker zum Tragen kommen. Im Moment kristallisiert sich als Standard ein Tunnel mit einer Breite von 8,50 bis 9,50 m und sechs Stellagenreihen heraus. In der Mitte ist der Reihenabstand größer, ca. 1,60 bis 1,70 m, sodass Spritzarbeiten mit einem Schmalspurschlepper mit Kabine durchgeführt werden können.

Bei remontierenden Erdbeeren kann durch die Verwendung unterschiedlichen Pflanzmaterials die Erntespitzen etwas auseinander gezogen werden. In der Regel dürfte die Verwendung von starken Pflanzen mit einem Pflanztermin Mitte März richtig sein. Werden Traypflanzen oder Frigo A+ gepflanzt, bringen diese von Mitte Mai bis Anfang Juni bereits einen nennenswerten Ertrag. Die Mehrkosten für die teureren Pflanzen lohnen sich in der Regel. Der Vorteil, bei den remontierenden Erdbeeren auf Stellage liegt zum einen in der doppelt so hohen Pflückleistung im Vergleich zum Freiland, zum anderen aber auch in der guten verlässlichen Qualität über einen langen Zeitraum. Hinzu kommt, dass die Kosten für das Pflanzmaterial pro laufenden Meter deutlich günstiger sind als bei Wartebeet- oder Traypflanzen, 4,00–5,00 € zu 1,50-2,50 €/m. Auch das sehr arbeitsintensive Durchziehen der Blütenstände, wie es bei einmaltragenden Erdbeeren notwendig ist, entfällt weitestgehend, dafür müssen allerdings regelmäßig alte Blätter gepflückt werden.

Nicht zu unterschätzen ist gerade beim Anbau remontierender Erdbeeren das Thripsrisiko. Tritt der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) auf, ist eine chemische Bekämpfung praktisch nicht mehr möglich. In diesem Fall muss mit Nützlingen gearbeitet werden, wobei es hier in Deutschland in Erdbeeren bisher nur wenig Erfahrungen gibt. Auch ist der Nützlingseinsatz deutlich teurer als ein wirksamer chemischer Pflanzenschutz. Für Nützlinge müssen mindestens 5 000 €/ha ausgegeben werden. Bei hohem Druck können aber auch 10 000 €/ha notwendig sein. Neueinsteigern in dieses Verfahren ist zu raten, von vornherein mit einem Nützlingseinsatz zu arbeiten, damit die Thripspopulation im Betrieb sich möglichst gar nicht erst aufbaut.

Erdbeere – Gewächshaus

In den Niederlanden werden inzwischen auf fast 400 ha Erdbeeren im Glashaus kultiviert. Man fragt sich natürlich, warum nicht auch bei uns. Bisher gibt es aber in Deutschland nur recht wenig Anbau im Gewächshaus, auch wenn der Anbau ebenfalls etwas steigt. Die Ursachen liegen zum einen in den hohen Investitionskosten von ca. 120 bis 130 €/m² zum anderen aber auch darin, dass die Erdbeerproduktion in der Vergangenheit stärker landwirtschaftlich geprägt war und der UG-Anbau doch ein erhebliches gärtnerischen Know-how verlangt, was traditionelle Erdbeerbetriebe erst erarbeiten müssen. So findet man UG-Anbau von Erdbeeren vor allem in Betrieben, die bereits einen gärtnerischen Hintergrund haben. Die reinen Produktionskosten sind kaum höher als in einer Stellagenkultur, aber die Investitionskosten sind doch enorm.

Der Kauf oder die Pachtung älterer gebrauchter Häuser ist keine Lösung, da die Umrüstung noch erhebliche Kosten verursacht und man anbautechnisch zu viele Kompromisse eingehen muss. Gebrauchte Häuser sind eher für Strauchbeeren (Himbeere, Brombeere, Heidelbeere) geeignet.

Anbautechnisch werden im Gewächshaus Traypflanzen (`Elsanta´) Anfang August gesetzt. Die erste Ernte erfolgt von Anfang Oktober bis Anfang Dezember. Nach kaltfahren und anheizen ab Anfang Februar erfolgt die zweite Ernte von Mitte April bis Ende Mai. Eine dritte Ernte im Sommer mit Terminkulturen ist möglich. In diesem UG-Anbau wird neuerdings auch mit verschiedenen Anbauvarianten von remontierenden Erdbeeren gearbeitet. Assimilationsbeleuchtung mit LEDs ermöglichen auch Ernten von Januar bis März. Das Ertragsniveau in neuen modernen Glashäusern liegt bei 12 bis 16 kg/m².

Himbeere

Bei Himbeeren vollzieht sich der Wandel hin zum geschützten Anbau am schnellsten. Es ist ein doppelter Umbruch. Der Freilandanbau ist stark rückläufig und dürfte für die Belieferung an den Lebensmitteleinzelhandel bald verschwunden sein. Gleichzeitig wird aus einer Dauerkultur eine Kurzkultur. Hinzu kommt, dass die Himbeere immer stärker in Erdbeerbetriebe hineinwandert. Der Kulturschutz kann über Einzelkappen aber auch durch Tunnel erfolgen, wobei letztere sich bei Neuanlagen inzwischen aufgrund der flexibleren Verwendungsmöglichkeiten durchgesetzt haben. Auch hier finden zunehmend stationäre Tunnel Verwendung.

Zu unterscheiden ist der Anbau von Sommerhimbeeren (Floricanes) und der Anbau von Herbsthimbeeren (Primocanes). Bei Sommerhimbeeren wird überwiegend mit gekühlten Ruten (Long Canes) gearbeitet, die satzweise ab Mitte Februar aufgestellt werden. Letzter Pflanztermin ist Anfang Juni. Um die Lücke zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren abzudecken, muss Ende April/Anfang Mai gepflanzt werden. Es werden 6 Ruten/lfm. der Sorten `Tulameen´ oder `Glen Ample´ gesetzt. Die Ernte beginnt beim ersten Satz Ende Mai/Anfang Juni, ansonsten ca. 75 Tage nach der Pflanzung. Es werden hohe Erträge von 18 bis 20 t/ha erzielt. Die Produktion ist aber auch teuer und die Vermarktung muss gesichert sein.

Neben Sommerhimbeeren wird auch zunehmend mit Herbsthimbeeren in verschiedenen Varianten gearbeitet. Klassisch beginnt man mit einer Topfgrünpflanze mit eine möglichst frühen Pflanzung (März/April) und einer ersten Ernte an der diesjährigen Rute ab Mitte/Ende August. Nach Überwinterung im Tunnel oder im Kühlhaus wird im Frühjahr eine zweites Mal, dann von der vorjährigen Rute (Floricanes), geerntet. Anschließend wird im gleichen Jahr noch einmal im Herbst von den neuen Jungruten geerntet. Im Folgejahr kann dann nochmals so verfahren werden oder man setzt direkt auf eine reine Herbsternte. Bei den Herbstsorten gibt es aber auch Anbauvarianten, bei denen man mit Long Canes beginnt. Die Fortentwicklung der Kulturverfahren im Himbeeranbau ist voll im Gange und es ist nicht immer klar, welches Verfahren unter welchen Bedingungen das Beste ist. Als Sorten kommen u.a. `Kwanza´, `Kweli´, `Mapema´, `Enrosadira´ und `Versailles´ in Frage. In diesem Marktsegment sind auch Clubsorten wie `Diamond Jubilee´ (Berryworld) und `Maravilla´ (Driscoll’s) vertreten.

Brombeeren

Bei Brombeeren ist eine ähnliche Entwicklung wie bei den Himbeeren zu beobachten. Bei Brombeeren funktionieren die Dauerkulturen allerdings besser, so dass die Einzelreihenüberdachung stärker vertreten ist. Es wird aber auch zunehmend mit Long Canes der Sorten `Loch Ness´ und `Loch Tay´ gearbeitet. Es gibt auch Herbstsorten, die aber bisher für unser Klima nicht geeignet sind. Zur weiteren Marktentwicklung werden allerdings Sorten benötigt, die in festem Zustand bereits deutlich besser schmecken. Eine reife `Loch Ness´ schmeckt zwar hervorragend, wird aber dann vom Handel nicht mehr akzeptiert.

Heidelbeeren

Heidelbeeren verfrühen im Tunnel sehr gut, haben auch noch ein deutlich stärkeres Wachstum. So kann man in geschlossenen Tunneln bei der Sorte `Duke´ mit einem Erntebeginn Anfang Juni rechnen. Dies ist vor allem für die hofnahen Vermarktungswege interessant. Auch späte Heidelbeeren – Sorten `Liberty´ und `Aurora´ – werden geschützt angebaut. Hier geht es vor allem darum, hochwertige Lagerware trocken mit wenig Krankheitsdruck zu pflücken.

Rote Johannisbeeren

Hier gilt ähnliches wie bei Heidelbeeren. Hochwertige Lagerware wird vereinzelt geschützt kultiviert. Aber auch die Verfrühung von Johannisbeeren ist denkbar.

Zusammenfassung

Der geschützte Anbau von Beeren hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt. Wir erleben gegenwärtig, wie sich aus vormals stärker landwirtschaftlich geprägten Bodenkulturen im Freiland intensive gärtnerische Kulturen werden. Dies bietet Chancen im Hinblick auf Qualität und Ertrag und eröffnet Wettbewerbsvorteile. Die Risiken sind allerdings ebenfalls nicht unerheblich. Deshalb bedarf es bei diesen Kulturverfahren einer intensiven Information und einer kontinuierlichen Begleitung durch eine entsprechende Beratung.

Ludger Linnemannstöns, LWK NRW


Auweiler Tunneltag 26.04.2017

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Ausgabe 02/2017

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