27.02.2018

Brandenburgs Gemüsefläche wächst und wächst – Rekordernte beim Spargel

Im Jahr 2017 bauten 207 Brandenburgische Betriebe auf mehr als 6800 Hektar Gemüse im Freiland an. Somit wurde die Freilandfläche gegenüber 2016 um 15 Prozent bzw. rund 900 Hektar ausgedehnt. Wie das Amt für Statistik Berlin Brandenburg mitteilt, arbeitete rund ein Viertel der Betriebe nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Auch hier vergrößerte sich die Gemüsefläche spürbarum11 Prozent. Der deutliche Flächenzuwachs ist vor allem auf Spargel im Ertrag mit einem Plus von536 Hektar sowie auf Möhren und Karotten Plus von 271 Hektar zurückzuführen.

Mit den Flächenvergrößerungen ging eine Steigerung der Gesamterntemenge für Freilandgemüse um etwa 8 Prozent auf nunmehr 92 200 Tonnen einher. Dennoch führten extreme Witterungsbedingungen mit Spätfrösten und Starkregenbei vielen Kulturen zu erheblichen Ertragsminderungen. So gingen die Hektarerträge von Weißkohl um 79 Prozent, Rettich um 38 Prozent und Speisezwiebeln um 27 Prozent gegenüber 2016 zurück.

Spargel ist mit einer Anbaufläche von fast 4 900 Hektar die bestimmende Gemüsekultur im Land Brandenburg. Durch den Flächenzuwachs ergibt sich mit knapp 22 000 Tonnen die seit 1991 bisher größte erfasste Gesamternte. Gleichzeitig lag der Ertrag mit 56,6 dt/ha etwa auf dem Niveau des sechsjährigen Durchschnitts (2011 bis 2016).

Die traditionell für Brandenburg bedeutende Produktion von Einlegegurken ging um knapp 40 Hektar auf 460 Hektar zurück. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Dennoch konnte der Ertrag um 5,5 Prozent auf nunmehr 677,5 dt/ha gesteigert und damit eine mit dem Vorjahr vergleichbare Gesamternte von31 200 Tonnen erzielt werden.

Die Brandenburger Gemüseproduktion in Gewächshäusern fand in 73 Betrieben auf insgesamt 57 Hektar statt. Die größten Flächenanteile entfielen auf Tomaten (34 Hektar), Salatgurken (9 Hektar) und Paprika (7 Hektar). Die Erntemenge stieg gegenüber 2016 um ein Viertel auf 18 700 Tonnen. Bei Salatgurken erhöhte sich die Ertragsleistung um 20 Prozent auf über 4 800 dt/ha. Dabei profitierten einzelne Betriebe von exzellenten Anbaubedingungen, indem sie moderne Klimakontrollsysteme und Kohlendioxiddüngeanlagen nutzten.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg