08.03.2017

Kirschessigfliege: Einnetzen von Obstkulturen

Modellvorhaben mit bis zu ca. 30 Demonstrationsbetrieben

In einem Modellvorhaben sollen in bis zu 30 Demonstrationsbetrieben gefährdete Obstkulturen zum Schutz vor der Kirschessigfliege eingenetzt werden
Foto: BLE

 

Im Jahr 2011 wurde die invasive Kirschessigfliege Drosophila suzukii erstmals in Süddeutschland nachgewiesen. Insektizidbehandlungen sind als alleinige Maßnahme in den meisten Fällen nicht ausreichend. Das Ziel des Demonstrationsvorhabens ist, das Einnetzen von Obstkulturen als nicht-chemische Bekämpfungsmaßnahme in der Praxis weiter zu verbreiten.

Beteiligte Betriebe erhalten Hilfestellung bei der technischen Umsetzung der Einnetzung. Das Verfahren wird durch begleitende Untersuchungen überprüft und bewertet, auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Im Rahmen des Vorhabens soll ermittelt werden, wie eine optimale Wirksamkeit der Einnetzung in den verschiedenen Kulturen und unter den gegebenen Standortbedingungen erreicht werden kann.

Das Modellvorhaben umfasst bis zu 30 Demonstrationsbetriebe in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die die besonders gefährdeten Kulturen Kirschen, Strauchbeeren und wiederaustreibende Erdbeeren anbauen und jeweils repräsentativ für ihre Region sind.

Über einen Zeitraum von mindestens drei Vegetationsperioden werden auf den Betrieben Daten erhoben und Optimierungsarbeiten durchgeführt. Die Demonstrationsbetriebe werden aktiv in die Vermittlung der dabei gewonnenen Erkenntnisse eingebunden.

Als Vorreiter und direkte Ansprechpartner in ihrer Region spielen sie eine wichtige Rolle bei der weiteren Verbreitung des Verfahrens der Einnetzung. Andere Obstbaubetriebe, die unter vergleichbaren Bedingungen arbeiten wie die Demonstrationsbetriebe (zum Beispiel im Hinblick auf Landschaftsstruktur, Klima, Befallsdruck), sollen durch dieses Demonstrationsvorhaben in die Lage versetzt werden, eigenständig Einnetzungsmaßnahmen gegen Befall mit der Kirschessigfliege durchzuführen und dabei Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen.

Das Vorhaben wird durch das Julius Kühn-Institut bundesweit koordiniert. Projektpartner vor Ort sind die Pflanzenschutzdienste der Länder. Weiterführende Informationen finden Sie im Wissensportal Drosophila suzukii des Julius Kühn-Instituts.

BLE

 

 


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Ausgabe 03/2017

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