20.05.2020

"Lage der Natur": Insekten und Vögel verschwinden

Foto: Valenta

Agrarsteppen, zu viel Dünger, zu viele Pestizide, zu häufiges Mähen: Naturschutz und Agrarindustrie lassen sich schwer vereinbaren. Tieren und Pflanzen fehlt der Lebensraum. Das zeigt ein Bericht des Bundesumweltministeriums über das Artensterben in Deutschland. Am häufigsten verschwinden Insekten und Vögel.

Der "Bericht zur Lage der Natur" wird alle sechs Jahre erstellt. Er geht auch an die <abbr title="Europäische Union">EU</abbr>-Kommission. Am Dienstag (19.05.2020) stellte ihn Bundesumweltministerin Svenja Schulze (<abbr title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands">SPD</abbr>) in Berlin vor. Besonders schlecht steht es um die Schmetterlinge und andere Insektenarten, die auf blütenreiche Wiesen und Weiden angewiesen sind. 70 Prozent sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Auch Vogelarten, die in Agrarlandschaften leben, kämpfen um ihr Überleben. Der Bestand von Rebhühnern und Kiebitzen sei auf ein Zehntel des Bestandes vor 25 Jahren gesunken. Die Zahl der Feldlerchen habe sich halbiert. Der <abbr title="Naturschutzbund Deutschland e. V.">NABU</abbr> rechnete vor, es seien über zehn Millionen Brutpaare weniger.

n anderen Lebensräumen ist die Lage besser: Buchenwälder erholten sich, in Wäldern und Siedlungen gebe es wieder mehr Vögel, und auch die Renaturierung von Flüssen und Auen trage zur Erholung der Natur bei, erklärte Schulze. Dabei gibt es auch positive Beispiele aus Nordrhein-Westfalen - etwa von der Lippe und der Ahr.

An der Ahr etwa können Fische wieder ohne Hindernisse ihre Kinderstuben im Oberlauf der Ahr erreichen. Dazu wurde die Ahrmündung renaturiert und fast 100 Wanderungshindernisse über eine Strecke von 62 Kilometern bis hinauf in die Eifel umgebaut oder entfernt, berichtet das Umweltbundesamt.

Für die Renaturierung der Lippe zahlte das Land <abbr title="Nordrhein-Westfalen">NRW</abbr> 14 Millionen Euro, um mehr Raum für seltene Tiere und Pflanzen zu schaffen. Bei Olfen wurde der Fluss auf einem sechs Kilometer langen Teilstück wieder in einen natürlichen Zustand versetzt.

Der aktuelle Bericht liefert allerdings nur Daten bis 2018. Die Auswirkungen der beiden vergangenen Dürre-Sommer würden erst in künftigen Erhebungen sichtbar, sagte die Ministerin.

Quelle: WDR


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