11.05.2020

Mit GAP die Landwirtschaft krisensicher machen

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
Foto: BÖLW

Auf der Agrarministerkonferenz von Ländern und Bund unter Vorsitz des Saarlandes steht die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) auf der Agenda. Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), kommentiert: 

„Die Agrarreform bedeutet angesichts des dramatischen Artensterbens, der bedrohlichen Klimakrise und des anhaltenden Höfesterbens die letzte Chance, die Landwirtschaft enkeltauglich zu machen. Wir fordern Bund und Länder deshalb auf, sich jetzt für eine enkeltaugliche GAP einzusetzen.

Mit den Agrarmilliarden müssen die Bäuerinnen und Bauern honoriert werden, die Umwelt und Klima schützen und die Vielfalt sowie regionale Wertschöpfungsketten stärken. Die Wissenschaft zeigt deutlich, dass die aktuelle GAP hier versagt.

Dass die EU mit dem Green Deal, der Farm to Fork- und der Biodiversitätsstrategie für eine bessere Landwirtschaftspolitik sorgen will, ist gut und drängt. Mit den Vorschlägen, die für die GAP aktuell auf dem Tisch liegen, würden die wichtigen und unaufschiebbaren EU-Ziele aber gerissen.

Wichtig ist, dass sich Julia Klöckner in Brüssel jetzt für eine ambitionierte GAP-Reform einsetzt. Nach dem Grundsatz ‚öffentliches Geld für öffentliche Leistungen‘ müssen mindestens 70 % der EU-Agrargelder in freiwillige, wirksame Umweltleistungen investiert werden.

Nur eine Landwirtschaft, die stärker auf regionale Lieferketten und Kreisläufe setzt und unsere Ressourcen schützt, sollte gefördert werden. Das zeigt nicht zuletzt die Corona-Krise deutlich.

Für die Übergangsphase zur neuen Agrarpolitik ist es entscheidend, dass besonders die Bauern, die mit Bio bereits enkeltauglich wirtschaften oder umstellen wollen, ausreichend unterstützt werden.“

Quelle: BÖLW


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