29.03.2019

Mit „WeRA“ Verpackungen einfacher zurücknehmen

Hersteller und Händler wollen gemeinsam Verpackungen effizienter einsammeln. Wie das gelingen kann, haben am 26.03.2019 knapp 100 Vertreter der Agrar- und der Entsorgungsbranche beraten. Sie waren der Einladung einer Verbändeallianz nach Hannover gefolgt. Bei dem Treffen begrüßten sie den Vorstoß zum Aufbau eines gemeinsamen Sammelstellennetzes für Agrar-Verpackungen.

Sammelstellennetz für gesetzeskonforme Rücknahme
Gemäß Verpackungsgesetz sind Hersteller und Händler verpflichtet, leere Verpackungen bei einem Dualen System zu lizensieren beziehungsweise diese zurückzunehmen. Welche Regelungen für welche Verpackungen aber konkret gelten, darüber herrscht vielerorts noch Unklarheit. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), der Bundesverband der VO-Firmen (BVO) sowie der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) planen den Aufbau eines flächendeckenden Sammelstellennetzes. Beim gemeinsamen Sammelstellennetz Wertstoffrücknahme Agrar, kurz „WeRA“, sollen Landwirte künftig die Verpa-ckungen von Saatgut und Düngemitteln abgeben können. Das würde die Handelsbetriebe entlasten und die Materialien könnten sortenrein recycelt werden.

Gemeinsam mit dem Deutschen Verband Tiernahrung (DVT) informierten die Verbände über den gesetzeskonformen Umgang mit Kraftpapiersäcken, Big Bags und Kunststoffsäcken. Am Beispiel
des bestehenden Systems PAMIRA erläuterte Markus Dambeck, Geschäftsführer RIGK GmbH, was für den Aufbau eines effizienten Sammelstellennetzes notwendig ist. Bei PAMIRA können Landwirte leere Pflanzenschutz- und Flüssigdünger-Kanister abgeben.

Sven Korsten, Prokurist der REPASACK GmbH, warb für eine sortenreine Erfassung des hochwertigen Rohstoffs Kraftpapier. So könne ein wichtiger Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit geleistet werden. Dr. Michael Reininger vom Raiffeisenverband präsentierte Motivation und Stand der Planungen zum gemeinsamen Sammelstellennetz Wertstoffrücknahme Agrar – „WeRA“. Die anschließende Diskussion verdeutliche die Notwendigkeit einer gemeinsamen Lösung und das große Interesse der Unternehmen hieran.

Quelle: DRV