05.09.2017

Plasma-verarbeitete Luft für längere Haltbarkeit

Foto: Valenta

Das Shelf Life von frischen Produkten ist sehr begrenzt. Dies liegt unter anderem an der mikrobiellen Kontamination der Produkte. Forscher des Leibniz-Instituts für Plasmawissenschaft und -technologie in Greifswald, arbeiten derzeit an einer Mikrowellen-Plasma-Quelle, die plasmaverarbeitete Luft (plasma processed air - PPA) erzeugt. In einer Studie konnte dann ein antimikrobieller Effekt dieser besonderen Luft nachgewiesen werden.

Die vielversprechenden Ergebnisse und die Vorteile der plasmabehandelten Luft (Tieftemperatur, einfache und billige Erzeugung, Vergleichbarkeit mit ozonisierter Luft) bieten eine breite Palette von Anwendungsmöglichkeiten, z.B. zur Dekontamination von landwirtschaftlichen Rohstoffen.

Das Phänomen Plasma - Natur und Nutzen

Die materielle Welt umgibt uns gewöhnlich in drei klassischen Aggregatzuständen: fest, flüssig und gasförmig. Neben diesen drei Aggregatzuständen gibt es weitere. So bezeichnet man einen gasförmigen Zustand, in dem freie Elektronen und ionisierte Atome vorkommen, als Plasma. Diesen Begriff hat Irving Langmuir, Chemie-Nobelpreisträger von 1932, im Jahre 1928 geprägt. In diesem Aggregatzustand besitzt die Materie weitere physikalische Eigenschaften, die sich praktisch nutzen lassen.

<source media="(min-width: 1200px)" /> <source media="(min-width: 1200px)" /> <source media="(min-width: 992px)" /> <source media="(min-width: 768px)" /> <source media="(min-width: 576px)" /> Auch wenn man heute zumeist die Sonne, Blitze oder neuerdings den Plasmafernseher als prominente Beispiele für das Plasma kennt, so ist die Verbreitung und Anwendung von Plasmen viel weiter. Jeder von uns berührt oder kommt in Kontakt mit Technologien, die durch Plasma ermöglicht wurden, jeden Tag. Beleuchtung und großflächige Bildschirme, Produkte der Mikroelektronik, Verspiegelungen und kratzfeste Schichten, Schweißen und elektrische Schaltgeräte, Solarzellen, Desinfektion von Verpackungen und medizinischen Geräten bis hin zu biokompatiblen Implantaten des Menschen, all das nutzt Niedertemperaturplasmen direkt oder ist mit diesen Plasmen hergestellt. In vielen Fällen würde es sie ohne Plasma nicht geben.  Niedertemperaturplasma ist kostengünstig und leicht zu handhaben. Damit besitzt es das Potenzial, weitere Bereiche, etwa in der Medizin - in ähnlicher Weise zu erobern, wie es einst dem Laser gelang.

Quelle: Advenced Sciende News und Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.


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