02.11.2017

QS-Laborkompetenztest: Wachsende Herausforderungen als Mehrwert für Labore

Foto: QS

Bei der Analyse von Rückständen in Obst und Gemüse sind die Erfahrung und Qualifikation des Laborpersonals wesentliche Qualitätsfaktoren. Damit die Rückstandsanalysen im QS-System immer höchsten Qualitätsansprüchen genügen, stellt QS mit dem Laborkompetenztest die analytische Qualität der anerkannten Labore zweimal jährlich auf den Prüfstand. Seit ihrer Einführung in 2006 wurde das Testdesign regelmäßig modifiziert und die Labore vor immer neue Herausforderungen gestellt. Ein Vorgehen, dass sich auch für die Labore auszahlt.

2011 wurde ein Punktesystem eingeführt, anhand dessen die Teilnahme der Labore am Kompetenztest bewertet wird. Es gibt Punkte für die Teilnahme am Test und Punktabzug, wenn Wirkstoffe nicht richtig quantifiziert oder nicht gefunden werden bzw. ein Wirkstoff detektiert wird, der gar nicht im Testmaterial enthalten ist. Das System wurde 2016 überarbeitet, wodurch die Trennschärfe zwischen den teilnehmenden Laboren weiter erhöht wurde. So werden beispielsweise Wiederholungsfehler in aufeinanderfolgenden Tests mit einem zusätzlichen Punktabzug geahndet und Labore, welche die Mindestpunktzahl im Test unterschreiten, müssen am nachfolgenden Laborkompetenztest erneut teilzunehmen.

Einzelmethoden und Metabolite verstärkt im Fokus

Während in früheren Kompetenztests der analytische Schwerpunkt auf den Wirkstoffen der Multimethoden lag, rückte ab 2014 die Metabolitenanalytik in den Fokus. Hierbei müssen neben der Muttersubstanz auch Abbauprodukte berücksichtigt werden. Metabolite können einen wesentlichen Anteil an dem vom Gesetzgeber definierten Rückstandshöchstgehalten haben. Eine weitere Hürde stellt für viele Labore die Einzelmethodenanalytik dar, die seit 2016 fester Bestandteil des Laborkompetenztests ist. Im letzten Frühjahrstest stellte hier die Quantifizierung der Wirkstoffe innerhalb einer Wirsing-Testmatrix die Teilnehmer vor besondere Herausforderungen. Die Wirkstoffe Chlorat und Perchlorat, die mit Einzelmethoden zu bestimmen sind, lieferten ein ähnliches Bild. Die Analytik dieser Wirkstoffe erfordert bei den Laboren eine entsprechende Erfahrung, speziell bei der Berücksichtigung von Matrixeinflüssen auf die eingesetzten Trenn- und Detektionssysteme. Von 77 teilnehmenden Laboren gelang es 21 Laboren in diesem Test alle Wirkstoffe zu detektieren und korrekt zu quantifizieren.

Quelle: QS


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Ausgabe 05/2017

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