25.03.2019

Schleswig-Holstein: Niedrige Erntemengen in Folge von Trockenheit

Foto: Valenta

Im Erhebungsjahr 2018 haben in Schleswig-Holstein 404 Betriebe auf einer Fläche von insgesamt 7 202 ha Gemüse und Erdbeeren angebaut. Damit sank die Anbaufläche im Vergleich zum Erhebungsjahr 2017 um sechs Prozent, so das Statistikamt Nord. Im Durchschnitt produzierte somit jeder Betrieb auf knapp 18 ha Anbaufläche Gemüse und Erdbeeren.

Die Erntemenge von Freilandgemüse betrug insgesamt rund 264 500 t und lag dammit gut 14 % unter dem Vorjahresergebnis. Die lang anhaltende Trockenheit und Hitze im Sommerhalbjahr des vergangenen Jahres sorgte bei vielen Gemüsearten für Mindererträge. Auf dem größten Teil der Freilandflächen wurden Kopfkohl, Möhren und Spargel angebaut. Die Kopfkohlanbaufläche (Rot-, Weiß- und Wirsingkohl) umfasste 2 987 ha und nutzte 48 % der gesamten Gemüseanbauflächen im Freiland. Hauptkohlart war der Weißkohl mit einem Anbauumfang von 2 299 ha. Dieser erzielte einen Durchschnittsertrag von 674 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) und erreichte damit nicht den sechsjährigen Durchschnitt in Höhe von 742 dt/ha. Der 2018 ermittelte Weißkohlertrag ist der niedrigste seit 30 Jahren.

Im Erhebungsjahr 2018 wurde von 50 Betrieben auf 497 ha über 1 800 t Spargel produziert. 188 ha der Spargelfläche lagen im Raum Lübeck und Herzogtum Lauenburg, die rund 38 % der schleswig-holsteinischen Spargelanbaufläche umfassten. Erdbeeren wurden von 84 Betrieben auf einer Freilandfläche von insgesamt 950 ha erzeugt. Dies beinhaltet Neuanpflanzungen im Umfang von 240 ha, die im Erhebungsjahr noch nicht geerntet wurden. Das trockene, warme Wetter reduzierte den Durchschnittsertrag auf nur 93,1 dt/ha. Das ist der niedrigste Wert seit 2004. So konnten nur rund 6 610 t der beliebten Früchte geerntet werden.

Der Gemüseanbau unter Gewächshäusern und hohen Folientunnel (sog. „hohe begehbare Schutzabdeckungen“) umfasste knapp 31 ha, die von 74 Betrieben bewirtschaftet wurden. Knapp ein Fünftel der gesamten Gemüseanbaufläche im Freiland (1 305 ha) wurde nach ökologischen Richtlinien von 79 Betrieben bewirtschaftet. In Schleswig-Holstein wurden bereits knapp 15 Prozent der gesamten Gemüseerntemenge ökologisch produziert.

Quelle: Statistikamt Nord