21.06.2018

Schleswig-Holstein: Spargelbauern geben Note befriedigend

Foto: LWK Schleswig-Holstein

Die Spargelsaison 2018 in Schleswig-Holstein begann im Vergleich zu den vergangenen Jahren relativ spät, erst Mitte bis Ende April. Schwierig waren vor allem die Bedingungen zum Folienziehen und Aufdämmen im Februar, März aufgrund der nassen Witterung gewesen, sodass an einen Saisonstart zu Ostern nicht zu denken war. Dann sorgten rekordverdächtige Sonnenscheinstunden und hohe Temperaturen im Mai für gute Erträge. Durch die vielen Feiertage im Mai und den dadurch erhöhten Absatz konnten in der Direktvermarktung gute Umsätze gemacht werden. Anders als am Hamburger Großmarkt blieben die Direktvermarkterpreise bis Pfingsten, Ende Mai, stabil. Danach ging der Absatz wegen des schönen Wetters zurück (Grillsaison) und die Spargelbauern reagierten, indem sie auch aufgrund der Trockenheit Flächen frühzeitig aus der Produktion nahmen. Die Spargelpreise blieben durch das knappere Angebot weiter auf stabilem Niveau, leicht unter Vorjahresniveau.

Insgesamt zogen die Schleswig-Holsteiner Spargelbauern eine nur befriedende Bilanz, denn der ertragreiche Mai konnte die Erlösausfälle durch den späten Saisonstart nicht ausreichend wett machen.

Spargel aus Schleswig-Holstein wird zu 90 % direkt vermarktet. Im Schnitt lagen die Preise in der Saison zwischen 8 und 10 Euro. Die Deutschen essen rund 1,5 kg Spargel pro Kopf im Jahr. Auch der Verzehr von grünem Spargel hat sich weiter etabliert. Er ist aber in Deutschland nur eine Ergänzung zum beliebten weißen.

In Schleswig-Holstein wird auf zirka 500 ha, darunter 90 ha Junganlagen, die erst nach und nach vollen Ertrag bringen, von etwa 50 Betrieben Spargel angebaut. Damit hat sich die Spargelanbaufläche insgesamt in Schleswig-Holstein mit 5 % leicht erhöht. Die Erntemenge liegt bei schätzungsweise rund 2.000 t. Das Ertragsniveau ist im langjährigen Vergleich knapp durchschnittlich.

Quelle: LWK Schleswig-Holstein