27.09.2017

Verbraucher informieren: Von Anbauern für Anbauer

Roland Schmitz-Hübsch, Georg Boekels, Ferdinand Völzgen und Christiane Mager (v.l.) präsentieren die Infoschilder für Obstanbauer
Foto: Valenta

Dass Schutzsysteme wie Hagelnetze und Foliendächer, aber auch Frostschutzberegnung aufgrund der immer häufiger auftretenden Extremwetterereignisse gebraucht werden – darin sind sich alle Anbauer einig. Aber wie sieht es mit den Verbrauchern aus? Viele wünschen sich Obst und Gemüse aus der Region – und das möglichst lange verfügbar, makellos und preisgünstig.

Was aber hinter einer modernen Produktion steckt, die das alles ermöglicht, wissen die wenigsten. „Werden Verbraucher aber direkt informiert, so stößt man auf Verständnis“, schildert Roland Schmitz-Hübsch seine Erfahrungen. Auf seinem Obsthof in Merten stellte die Kreisfachgruppe Obstbau Bonn Rhein-Sieg Ende September Informationsschilder für Anbauer vor. Diese wurden, wie Fachgruppenvorsitzender Ferdinand Völzgen erläuterte, von den Mitgliedern selbst entwickelt und gestaltet. „Wir wollten keine Schilder von Handelsorganisationen in unsere Anlagen hängen, sondern etwas Eigenes. Alle Schilder sind mit dem jeweiligen Betriebslogo personalisierbar.“

Neben sieben Obstbauthemen wie Pflanzenschutz, Hagelnetze, Frostschutzberegnung und Bewässerung gibt es auch fünf Naturschutzthemen wie Blühstreifen, Ankerpflanzen oder Insektenhotels. So können Anbauer auch zeigen, dass sie etwas für die Artenvielfalt tun. Auch das ist für das Image der Branche immens wichtig, ist sich Christiane Mager, einer der Mitentwicklerinnen der Schilder, sicher.

Für Georg Boekels, Vorsitzender der Landesfachgruppe Obstbau im Provinzialverband, ist es wichtig, dass alle Obstanbauer von den Vorteilen der Informationsschilder profitieren. Deshalb können deutschlandweit die Schilder über www.provinzialverband.de bestellt werden. 200 wurden bislang ausgeliefert, zahlreiche Bestellungen werden hoffentlich in den nächsten Monaten noch folgen. Denn eines ist sicher: Nur informierte Verbraucher erkennen den Aufwand hinter der Obstproduktion und wissen das Ergebnis besser zu schätzen.

Marion Valenta


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