11.06.2021
Apfel bleibt Lieblingsobst der Deutschen
An apple a day keeps the doctor away – das alte englische Sprichwort hat für die deutschen Verbraucher nach wie vor absolute Gültigkeit. Das zeigt der „Rabobank Food Navigator“ vom 10. Juni 2021: 63,3 Prozent der Befragten legten in der vergangenen Woche Äpfel in den Einkaufskorb, dicht gefolgt von Bananen (57,1 Prozent). Erdbeeren stehen zum Saisonstart mit 45,5 Prozent auf Platz drei. Zudem zeigt sich: Der Kauf von Obst ist auch eine Frage des Einkommens. Egal ob Ost oder West, Stadt oder Land, Arbeitnehmer oder Rentner – die meisten Deutschen entschieden sich beim Obsteinkauf in der vergangenen Woche für den Apfel. Lediglich die jüngere Generation gibt der Banane den Vorzug: Für 67,6 Prozent der Obstliebhaber, die noch in der Ausbildung sind, steht diese fruchtige Energiequelle auf Platz 1, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 66,0 Prozent. Die Erdbeere wiederum steht bei den Älteren hoch im Kurs: Die Hälfte der Befragten über 65 Jahren (51,6 Prozent) hat in der vergangenen Woche Erdbeeren gekauft, mehr als jede andere Altersgruppe.Eine Frage des Geldbeutels Dass der Kauf von Obst auch eine Frage des Einkommens ist, zeigt der Blick auf den Beschäftigungsstatus der Befragten: Während Arbeitnehmer und Selbstständige in der vergangenen Woche zu 63,6 und 66,9 Prozent zum Apfel griffen, waren es bei den Erwerbslosen nur 54,3 Prozent. Bei den Studenten kaufte ein Viertel (25,1 Prozent) überhaupt keine der genannten Obstsorten. Familien mit Kindern greifen insgesamt zu mehr Obst als Haushalte ohne Kinder. Knapp drei Viertel kauften Äpfel (73,0 Prozent), zwei Drittel (66,1 Prozent) entschieden sich für Bananen. Am wenigsten gekauft wurden Orangen (17,6 Prozent) und Kiwis (19,8 Prozent). Im Sommer beliebt: Beerenfrüchte Derzeit stehen bei vielen Verbrauchern auch Beerenfrüchte auf der Einkaufsliste. Hier führen die Erdbeeren mit 45,4 Prozent das Feld an, gefolgt von Heidelbeeren (26,4 Prozent) und Himbeeren (19,6 Prozent). Bei allen drei Obstsorten hat der Konsum seit Mitte April zugenommen. Den größten Sprung hat hier die Erdbeere gemacht: Kauften am 31. März noch 13,1 Prozent der Verbraucher Erdbeeren, waren es vier Wochen später bereits mehr als doppelt so viele (28,2 Prozent), Tendenz weiter steigend. Auch dass die einst so beliebte Kiwi (14,8 Prozent) das Schlusslicht des Obst-Rankings bildet, unterstreicht die Haltung der deutschen Verbraucher zu regionalen und saisonalen Lebensmitteln: 72,3 Prozent der befragten Verbraucher legen Wert darauf, dass Obst und Gemüse vor Ort produziert wurde und ohne lange Transportwege auskommt. So würden 64,2 Prozent eher zur regionalen Tomate greifen, auch wenn sie konventionell angebaut wurde.
Selbst der Apfel belegt diese Entwicklung: Er landet umso seltener im Einkaufskorb, je weiter der Sommer voranschreitet. Waren es zum Start des "Rabobank Food Navigators" im März noch 70,0 Prozent, so ist seine Beliebtheit aktuell auf 63,3 Prozent gesunken. Nur die tropische Banane ist von saisonalen Schwankungen ausgenommen: Sie hält sich seit März konstant bei knapp 60 Prozent.
Für die Erhebung der Daten kooperiert die Rabobank mit Civey, einem der führenden Unternehmen für digitale Markt- und Meinungsdaten in Deutschland. Die Umfragen sind repräsentativ und werden online durchgeführt. Dafür wurden seit dem 11. März schon mehr als 15.300 TeilnehmerInnen befragt. Die Stichprobengröße liegt bei über 5.000 Personen. Quelle: Rabobank

