Bundesverband gibt Preis-Trends bekannt
Wie bereits im Vorjahr wird auch 2026 das Angebot an natürlichen Weihnachtsbäumen weiter zurückgehen. Gleichzeitig steigen die Kosten für Erzeugung und Bereitstellung erneut. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in den Verbraucherpreisen widerspiegeln.
Dennoch besteht kein Anlass zur Sorge: Wer zu Weihnachten einen natürlichen Baum aufstellen möchte, wird auch 2026 ein passendes Exemplar finden. Bei Erzeugern und im Handel werden weiterhin Weihnachtsbäume in unterschiedlichen Qualitäten, Größen und in allen Preisklassen erhältlich sein.
Steigende Produktionskosten belasten die Betriebe
Die Erzeugerbetriebe sehen sich weiterhin mit deutlich höheren Kosten konfrontiert. Neben den bekannten Faktoren – Maschinen, Hilfsmittel, Pflanzenschutz, Nährstoffe und Energie – wirken sich in diesem Jahr vor allem zwei Bereiche spürbar aus:
• Höhere Logistikkosten, unter anderem beeinflusst durch die angespannte weltpolitische Lage und die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf Transportwege und Frachtpreise.
• Gestiegene Lohnkosten, insbesondere durch das arbeitsintensive Pflegejahr in den Kulturen. Viele Arbeitsschritte – vom Formschnitt bis zur Kulturpflege – müssen weiterhin von Hand erledigt werden.
Zusätzlich wächst der administrative Aufwand, etwa durch Dokumentationspflichten oder neue Vorgaben im Bereich Nachhaltigkeit und Arbeitsschutz.
Angebotsrückgang setzt sich fort
Die Produktionsmenge an Weihnachtsbäumen nimmt weiter ab. Die Gründe dafür sind vielfältig:
• Viele Produzenten reduzieren ihre Anbauflächen, um steigende Kosten und Arbeitsaufwände besser bewältigen zu können.
• Immer mehr Betriebe geben die Weihnachtsbaumproduktion vollständig auf – häufig mangels Nachfolge oder weil Flächen anderweitig wirtschaftlich attraktiver genutzt werden können.
• Die Zahl der Erzeugerbetriebe in Deutschland sinkt seit Jahren kontinuierlich, was die Verfügbarkeit zusätzlich verknappt
Die Verbände und Weihnachtsbaumerzeuger erwarten daher für die Saison 2026 Endkundenpreise, die sich je nach Region, Baumart und Baumgrößen in diesen Korridoren bewegen können:
Nordmanntanne: 25 – 33 €/Meter
Blaufichte: 17 – 22 €/Meter
Rotfichte: 14 – 19 €/Meter
Versorgungssicherheit bleibt dennoch gewährleistet
Trotz aller Herausforderungen arbeiten die Erzeuger mit großem Engagement daran, die Versorgung sicherzustellen. Auch 2026 wird es ein breites Sortiment geben – von Premiumbäumen bis hin zu preisgünstigen Qualitäten
Quelle: BVWE

