Experimentierfeld DiKI-Südwest gestartet
Das Experimentierfeld DiKI-Südwest erforscht den Einsatz digitaler Technologien zur Verbesserung automatisierter KI-basierter Prozesse für eine nachhaltige, ressourcenschonende und resiliente Landwirtschaft
Mit dem Digitalen Experimentierfeld DiKI-Südwest wurde ein zukunftsweisende Projekt zur Digitalisierung und zum Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Landwirtschaft gestartet. Ziel ist es, moderne digitale, automatisierte und KI-basierte Anwendungen praxisnah zu entwickeln, zu erproben und für landwirtschaftliche Betriebe nutzbar zu machen. Aufbauend auf den bereits geschaffenen Strukturen des Experimentierfeldes Südwest werden nun konkrete Innovationen umgesetzt
In einem Konsortium aus Praxis, Forschung und Beratung arbeiten das Kuratoriu für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL), die Rheinland Pfälzische Technische Universität, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen Nahe-Hunsrück und die Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle, Kaiserslautern-Landau, eng zusammen.
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung un Heimat gefördert, hat ein Gesamtvolumen von rund 1,62 Millionen Euro und eine Laufzeit von 34 Monaten. Mit der offiziellen Übergabe des Förderbescheides am 19.01.2026 auf der Grünen Woche in Berlin ist nun der Startschuss für das neue Vorhaben gefallen. Das KTBL übernimmt die Koordination des Projektes und wird in erster Linie gemeinsam mit dem DFKI Potenziale und Risiken des Einsatzes großer Sprachmodelle im Agrarbereich eruieren.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung und Erprobung KI-basierter Beratungs- und Assistenzsysteme auf unterschiedlichen Ebenen einer Hybrid-Cloud Infrastruktur für die landwirtschaftliche Praxis. Diese sollen Landwirtinnen und Landwirte dabei unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen – etwa beim Pflanzenschutz, bei der Düngung, der Fütterungsplanung oder der Bewertung von Umwelt- und Klimawirkungen. Grundlage dafür ist die intelligente Verknüpfung öffentlicher Daten (z. B. Wetter-, Geo- und Fernerkundungsdaten) mit betrieblichen Daten aus der Innen- und Außenwirtschaft. Erprobt und demonstriert werden die entwickelten Technologien und Systeme im Kontext der OpenDataFarm des Hofguts Neumühle auf Basis der dort im Rahmen der landwirtschaftlichen Produktion erhobenen Daten.
Ein weiteres Merkmal des Projektes ist der Fokus auf den Transfer von vorhandenem und neu generierten Wissens: Über die etablierte Plattform FarmWissen (www.farmwiki.de), Schulungen, Demonstratoren und die enge Einbindung von Fachschulen und Hochschulen werden die Projektergebnisse direkt in Ausbildung, Beratung und Praxis integriert. Damit richtet sich DiKI-Südwest nicht nur an digitalaffine Betriebe, sondern auch gezielt an die nächste Generation von Landwirtinnen und Landwirten.
Mit diesem Gesamtpaket aus anwendungsorientierter Forschung, digitaler Infrastruktur, KI-Entwicklung, Coaching, Ausbildung und Umsetzung in der Praxis möchten die Vertreter des Experimentierfeldes DiKI-Südwest einen entscheidenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft leisten. Weitere Informationen zum Projekt sind unter www.ktbl.de unter „Projekte“ im Bereich „Digitale Technologien“ zu finden.
Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums fü Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des BMLEH.
Quelle: KTBL

