23.06.2021

Immer mehr Großbetriebe in der NRW-Landwirtschaft

Foto: Valenta

Anfang März 2020 bewirtschafteten in Nordrhein-Westfalen 33 611 landwirtschaftliche Betriebe zusammen eine Fläche von 1,47 Millionen Hektar. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 mitteilt, ergibt sich daraus eine Fläche von 43,8 Hektar je Betrieb. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt damit unterhalb des bundesweiten Wertes von 63,0 Hektar. Bei der Landwirtschaftszählung im Jahr 1991 hatte die durchschnittliche Nutzfläche je Betrieb in Nordrhein-Westfalen noch bei 25,2 Hektar gelegen. Der langjährige Trend zu immer mehr großen Betrieben hielt auch 2020 weiter an Mit 3 589 bewirtschafteten in NRW 10,7 Prozent der Betriebe 100 oder mehr Hektar landwirtschaftliche Flächen. 1991 hatte dieser Anteil mit 768 Betrieben noch bei 1,3 Prozent gelegen. Die großen Betriebe hatten 2020 einen Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche von 39,1 Prozent (1991: 7,4 Prozent). Auf den nordrhein-westfälischen Ackerflächen wurde 2020 auf einer Fläche von 570 100 Hektar überwiegend (auf 54 Prozent dieser Flächen) Getreide zur Körnergewinnung angebaut. Winterweizen hatte hier mit 230 600 Hektar den größten Anteil. Pflanzen zur Grünernte hatten mit 267 300 Hektar den zweithöchsten Anteil (26 Prozent). Gartenbauerzeugnisse wie Erdbeeren und Zierpflanzen erreichten mit 31 500 Hektar einen Anteil von 3,0 Prozent. Auf 255 700 Hektar wurden sog. Zwischenfrüchte angebaut. Der Großteil davon (86 Prozent) wurde zur Gründüngung verwendet. Weitere zwölf Prozent (30 300 Hektar) dienten zur Futtergewinnung und zwei Prozent (4 200 Hektar) als Biomasse zur Energiegewinnung. Nahezu 84 000 Hektar und damit 5,7 Prozent aller landwirtschaftlich genutzten Flächen in NRW wurden im Jahr 2020 für den ökologischen Landbau genutzt. Im Durchschnitt aller Bundesländer Deutschlands wurden knapp zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet. In den Landwirtschaftszählungen werden etwa alle zehn Jahre wichtige Daten der landwirtschaftlichen Betriebe in NRW und den anderen Bundesländern erfasst. Auf Basis dieser Ergebnisse können bestehende Strukturen abgebildet und Trends und Entwicklungen in der Landwirtschaft aufgezeigt werden. Die Daten stehen als Informationsquelle der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zur Verfügung und dienen als Entscheidungsgrundlage. Quelle: IT NRW