16.03.2021

Landgard: Wachstum im Corona-Jahr 2020

Der Vorstand der Landgard eG (v. l.): Karl Voges, Carsten Bönig und Dirk Bader
Foto: Landgard

Landgard hat sich im Geschäftsjahr 2020 weiter positiv entwickelt und ein organisches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr erzielt. Gemäß den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 hat die Erzeugergenossenschaft ihren Umsatz auf Konzernebene im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 2,069 Mrd. EUR gesteigert. Trotz höherer Kosten für die Umsetzung von umfassenden Hygienekonzepten und die Durchführung erforderlicher Restrukturierungsmaßnahmen wurde ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 6,5 Mio. EUR erzielt. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) stieg sogar um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die endgültigen Zahlen werden im Rahmen der Vertreterversammlung im Juni 2021 präsentiert. Landgard ist auch in das laufende Geschäftsjahr gut gestartet. Die negativen Auswirkungen des erneuten Lockdowns waren in den ersten beiden Monaten in der Sparte Blumen & Pflanzen eher gering, da der Fachhandel in der Kernregion Nordrhein-Westfalen weiterhin geöffnet war. Die Sparte Obst & Gemüse hat in dieser Zeit umsatzseitig sogar besser abgeschnitten. Im Ergebnis lag der Konzern per Februar um ein Prozent über Plan und Vorjahr. Sparte Blumen & Pflanzen Das Geschäftsjahr 2020 war in der Sparte Blumen & Pflanzen vor allem durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Hier standen in den Lockdown-Phasen im Frühling aber auch im Dezember die gemeinsamen Anstrengungen mit den Mitgliedsbetrieben im Mittelpunkt, die Vermarktung der Ware so gut wie möglich aufrechtzuerhalten und sie dazu auch in andere Vertriebswege bei Landgard umzuleiten. Dabei spielte im Retail-Bereich vor allem die Vermarktung in Richtung des Lebensmitteleinzelhandels eine wichtige Rolle,
der nicht von den Geschäftsschließungen betroffen war. Sparte Obst & Gemüse Die Landgard-Sparte Obst & Gemüse hat den Handel über das gesamte Jahr 2020 hinweg ohne größere Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie mit frischen Produkten der Mitgliedsbetriebe beliefert. Eine Voraussetzung dafür war die im April 2020 gefundene Lösung, dass ausländische Saisonarbeiter in festgelegter Anzahl und unter Beachtung strenger hygienischer Anforderungen wieder nach Deutschland einreisen konnten. Dadurch konnten Ernteausfälle im Anbaujahr 2020 weitestgehend verhindert werden. Das operative Geschäft war in der Landgard-Sparte Obst & Gemüse im Jahr 2020 vor allem durch strukturelle Weiterentwicklungen und Veränderungen in den Regionalgesellschaften geprägt. Sehr erfreulich ist 2020 die Entwicklung der Landgard West Obst & Gemüse GmbH verlaufen. Auf Kund*innenseite konnte ein weiteres Regionallager eines großen LEH-Kunden gewonnen werden. Die Belieferung des Lagers startet mit dem Beginn der Freilandsaison in Deutschland. Die positive Entwicklung im Vertrieb wird durch die laufende Standortmodernisierung in Bornheim-Roisdorf und die damit verbundene Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen in der Landgard West Obst & Gemüse GmbH flankiert. Als wichtige Einzelmaßnahmen am Standort Bornheim-Roisdorf sind dabei unter anderem optimierte Packdienstleistungen, die Investition in moderne Verpackungsmaschinen sowie verkürzte Transportwege zwischen Wareneingang, Kühlkammern, Packmaschinen und Warenausgang zu nennen. Darüber hinaus wird am Standort aktuell eine neue, moderne Halle für die Erzeugerabwicklung gebaut. Quelle:Landgard