26.10.2022
Pilotprojekt: Agro-Photovoltaik und Gewächshauskulturen
Nützliches Licht für das Gemüse im Gewächshaus verwenden und gleichzeitig Strom produzieren. Dies ist möglich dank der Agro-Photovoltaik-Anlage des Start-up-Unternehmens Voltiris. Agroscope testet diese Lösung an seinem Standort in Conthey in besonders lichtbedürftigen Gemüsekulturen. Herkömmliche Agro-Photovoltaik-Lösungen fangen einen Teil der Sonnenenergie ein und wandeln diese in Elektrizität um. Die Infrastrukturen von Photovoltaikanlagen verursachen allerdings eine Teilbeschattung, was für die meisten Gemüsekulturen im Gewächshaus ein Problem darstellt. Um die gewünschten Erträge zu erzielen, benötigen sie nämlich viel Licht.Herausfiltern des nützlichen Lichts
Wie lassen sich Energieerzeugung und landwirtschaftliche Produktion in Gewächshäusern miteinander vereinbaren, ohne sich dabei gegenseitig zu konkurrenzieren? Die innovative Lösung, die vom Start-up-Unternehmen Voltiris entwickelt und auf dem Gelände von Agroscope in Conthey getestet wird, gibt eine Antwort auf diese Frage. Die Anlage filtert das Sonnenlicht heraus: die Lichtkomponenten, d. h. die Farben, die die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen, werden an diese weitergeleitet, während die anderen «nicht nützlichen» Farben auf ein kleines Photovoltaikmodul gelenkt werden und dort Strom erzeugen. Auf diese Weise lässt sich das gesamte Lichtspektrum nutzen.Die selektive Nutzung von Licht für den Anbau von Gemüse ist aus der Indoor-Landwirtschaft bereits bekannt: die Produzenten nutzen hauptsächlich rotes und blaues LED-Licht, um ihren Stromverbrauch zu reduzieren.

