Preisanstieg beim Weihnachtsbaum

Über viele Jahre hinweg und mit großem Arbeitseinsatz wächst der natürliche Weihnachtsbaum in den Kulturen heran.Foto:VNWB
Seit einigen Jahren schrumpfen die Produktionsflächen von Weihnachtsbäumen in Deutschland und ganz Europa kontinuierlich. In der Saison 2026 wird diese Entwicklung für Verbraucher deutlich spürbar: Das Angebot an Weihnachtsbäumen wird knapper. Gleichzeitig sind die Kosten stark gestiegen. Beides wird zwangsläufig zu einer deutlicheren Preisanpassung führen als in den vergangenen Jahren.
Weniger Anbauflächen, weniger Produzenten
Hinter dem Rückgang bei Produktionsflächen und Erntemengen stehen mehrere Entwicklungen. Immer mehr Betriebe reduzieren ihre Anbauflächen oder geben die Erzeugung von Naturbäumen vollständig auf. Die Produktion ist mit einer extrem hohen Belastung verbunden, denn Weihnachtsbäume werden sehr arbeits- und personalintensiv über viele Jahre hinweg erzeugt. Zugleich sind die Verdienste in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Für manche Betriebe wird es deshalb wirtschaftlich attraktiver, ihre Flächen anderweitig zu nutzen.
Auch für Betriebsinhaber und potenzielle Nachfolger stellt sich die Frage nach der wirtschaftlichen Perspektive. In anderen Branchen bieten sich bessere Verdienstmöglichkeiten bei deutlich geringerem Risiko und niedrigerer Arbeitsbelastung. Neue Produzenten kommen deshalb nur sehr vereinzelt hinzu, während bestehende Betriebe kaum expandieren.
Zusätzlich können Trockenheit, Hagelschäden und andere extreme Naturereignisse das Angebot in einzelnen Regionen weiter verknappen.
Kosten der Produktion steigen weiter
Die notwendige Preisanpassung in der kommenden Weihnachtsbaumsaison ist nicht allein auf das knappere Angebot zurückzuführen. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind die Kosten gestiegen. Besonders ins Gewicht fallen:
- höhere Kosten für Betriebsmittel, Verpackungen, Nährstoffe, Pflanzenschutz, Energie und Treibstoff
- steigende Löhne und der zunehmende Mangel an Arbeitskräften
- besonders stark steigende Logistikkosten durch höhere Maut- und Energiepreise sowie begrenzte Transportkapazitäten
- zusätzliche Dokumentations- und Verwaltungsanforderungen
- geopolitische Unsicherheiten und deren Auswirkungen auf Energie-, Transport- und Beschaffungskosten
Weihnachtsbäume werden 2026 etwas teurer
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen erwarten der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger (BVWE) und der Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V. (VNWB) für die Saison 2026 Endkundenpreise, die sich in diesen Korridoren bewegen:
- Nordmanntanne: 25–33 €/Meter
- Blaufichte: 17–22 €/Meter
- Rotfichte: 14–19 €/Meter
Die tatsächlichen Preise können nach Region, Baumgröße, Qualität und Verkaufsstelle variieren.
Quelle: VNWB
