Treibhausgasemissionen in Deutschland: Die Rolle der Landwirtschaft (copy 1)
Die Treibhausgasemissionen der deutschen Landwirtschaft beliefen sich 2025 nach vorläufigen Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) auf 60,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Damit lagen die Emissionen 29 Prozent unter dem Niveau des Referenzjahres 1990 und blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.
Für 2030 ist im Bundes-Klimaschutzgesetz ein Zielwert von 56 Millionen Tonnen für die Landwirtschaft festgelegt. Durch die Anrechnung von Unterschreitungen der gesetzlich festgelegten Jahreswerte zwischen 2021 und 2025 steigt der rechnerische Vergleichswert für 2030 jedoch von 56 auf 60,1 Millionen Tonnen, sodass die Landwirtschaft aktuell auf Kurs liegt.
Auch wenn die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft rückläufig sind, war der Rückgang in anderen Sektoren stärker, sodass der relative Anteil der Landwirtschaft an den erzeugten Klimagasen gestiegen ist. 2025 entfielen von den gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland 9,4 Prozent auf die Landwirtschaft.
CO2-Emissionen spielen dabei übrigens nur eine untergeordnete Rolle. Die wichtigsten Treibhausgase aus der Landwirtschaft sind Methan und Lachgas, die mehr als 80 Prozent der Emissionen ausmachen. Mitberücksichtigt sind dabei auch Emissionen aus der sogenannten stationären und mobilen Feuerung – also etwa dem Betrieb landwirtschaftlicher Maschinen oder dem Heizen von Ställen. Ohne diese Emissionen beträgt der Anteil von Methan und Lachgas in der Landwirtschaft sogar mehr als 94 Prozent.
Datenquelle: Umweltbundesamt
Weitere Informationen: https://www.landwirtschaft.de/umwelt/klimawandel/rolle-der-landwirtschaft/klimaziele-wo-steht-die-landwirtschaft
Quelle: BLE

