WDR: Wie ein Roboter-Entwickler aus Havixbeck die Landwirtschaft verändert
KI und Roboter sind aus der Landwirtschaft zunehmend nicht mehr wegzudenken. Rodja Trappe aus Havixbeck hat das erkannt und entwickelte Roboter, die Pferdehaufen und Unkraut verschwinden lassen. Doch sein Weg zum Erfinder war nicht leicht.
Der Weg zum Roboter-Entwickler war für Trappe nicht leicht. Die Schulzeit war für den 44-Jährigen viele Jahre lang eine Qual. "In der vierten Klasse konnte ich meinen Namen nicht richtig schreiben, weil ich Legastheniker bin." Doch durch den Informatik-Unterricht änderte sich alles. Trappe erkannte sein Potenzial. "Ich habe im Unterricht gedacht: Wow, das kann ich, das ist mein Ding. Da ist die Welt für mich aufgegangen."
Besonderer Versuch: KI-Feldroboter fährt im Schwarm
Eine Firmengründung und vier Wirtschaftspreise später, arbeitet Trappe aktuell an einem innovativen KI-Roboterschwarm. Dafür steht er mit Mitarbeitern seiner Firma "Zauberzeug" und Forschern auf einem Feld in Havixbeck. Ein Versuch steht auf dem Programm: Können vier Roboter gleichzeitig Unkraut erkennen, entfernen und dabei im Team arbeiten?
Gemächlich rollen die Roboter über das Feld. Sie sehen aus wie blau-weiße Kästen, die locker in einen Kofferraum passen. Immer wieder halten die Roboter an, graben in den Boden und ziehen Unkraut heraus. Dann das Malheur. Ein Roboter wechselt plötzlich die Spur, kracht in seinen Kollegen und kippt um. Wie ein Käfer, der nicht alleine wieder auf die Beine kommt, liegt er auf dem Rücken. Die Ursache: ein Softwarefehler im Roboter selber.
Nach insgesamt vier Stunden Testlauf zieht Trappe ein erstes Fazit: "Wir haben viel geschafft, über die Roboter gelernt und wissen besser, was noch fehlt." Gut 20 seiner Feldroboter sind schon auf Bauernhöfen im Einsatz. In zwei Jahren, schätzt Trappe, wird auch der Roboterschwarm marktreif sein.
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Quelle: WDR

