13.04.2020
Beschäftigung von Arbeitskräften aus Deutschland
Tipps der LWK NRW: Die zu beerntende Spargelfläche sollte unbedingt an die Anzahl vorhandener Spargelstecher/innen angepasst werden. Ein zwischenzeitliches Fräsen und Wiederaufdämmen ist zwar möglich, aber teuer und durch den Befall mit der Bohnenfliege auch mit einem erhöhten Risiko verbunden.Die Verfügbarkeit von Erntehelferinnen und -helfern ist in diesem Jahr äußerst schwierig. Durch die geplante Einreiseerlaubnis für 80.000 Saisonarbeitskräfte könnte sich die Lage etwas entspannen.
Das Angebot von deutschen Studenten oder freigestellten Arbeitnehmern, bei der Ernte und/oder Aufbereitung zu helfen, wird von vielen Betrieben momentan gut angenommen. Dies jedoch mit unterschiedlichem Erfolg: Zum Teil arbeiten sie schon seit einigen Tagen zuverlässig. Andere wiederum haben die Arbeit bereits nach wenigen Stunden aufgegeben. Unser Tipp für die Spargelernte ist folgender:
- Zunächst wählen Sie möglichst Personen aus, die das körperliche Arbeiten überhaupt und insbesondere im Freien gewohnt sind. Mitarbeiter/innen aus der Gastronomie sind häufig auch lange Schichten und harte Arbeit gewohnt.
- Nehmen Sie oder Ihre Mitarbeiter/innen sich Zeit (die sie gar nicht haben) und erklären Sie den Ablauf beim Spargelstechen. Wir werden in Kürze ein Video bereitstellen, in dem das Spargelstechen gezeigt wird. Dies kann eine Schulung vor Ort zwar in keinster Weise ersetzen, ist aber für den Moment ein hilfreicher Ersatz.
- Die Arbeitszeit sollte auf 2 mal 2,5 Stunden pro Tag begrenzt sein. Längere Arbeitszeiten führen dazu, dass viele Arbeiter/innen den Job abbrechen und schon am nächsten Tag nicht wiederkommen. Falls genügend Arbeitswillige vorhanden sind, kann somit auch in zwei Schichten gearbeitet werden.
- Sind Erntehilfen vorhanden oder stehen Kistenkarren zur Verfügung, sollten diese unbedingt genutzt werden, damit nicht unnötig Spargel "geschleppt" werden muss.

