06.05.2020

Kaniber: Bund soll Mehrgefahrenversicherung mitfinanzieren

Foto: Valenta

Wegen der anhaltenden Trockenheit wächst in der Landwirtschaft die Sorge vor einem erneuten Dürre-Sommer. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat deshalb ein stärkeres Engagement beim Risikomanagement gefordert. „Ich schlage vor, einen Teil der sogenannten Bundes-Milliarde für die Landwirtschaft zur Finanzierung der Mehrgefahrenversicherung zu verwenden“, sagte die Ministerin. In einem Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat Kaniber den Bund aufgefordert, den Einstieg in die Mit-Finanzierung einer Mehrgefahrenversicherung neu zu überdenken. „Damit für möglichst viele Landwirte eine solche Versicherung auch bezahlbar wird, ist vom Bund eine finanzielle Beteiligung erforderlich“, sagte Kaniber. Bislang lehnt der Bund eine Erhöhung der Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) zur Ko-Finanzierung der Mehrgefahrenversicherung ab. Da die Risiken infolge des Klimawandels kaum noch beherrschbar sind, hatte Kaniber bereits im vergangenen Jahr eine Bundesratsinitiative zur Einführung von Mehrgefahrenversicherungen vorgeschlagen, die vom Bund und den Ländern gefördert werden. Diese Förderung ist für Risiken vorgesehen, für die es noch kein für die Betriebe wirtschaftlich tragbares Versicherungsangebot am Markt gibt oder große Wettbewerbsunterschiede innerhalb der EU bestehen. Kaniber begrüßt ausdrücklich die vom Bund bereits beschlossenen Maßnahmen zur Absenkung der Versicherungssteuer Dürre sowie die Möglichkeit zur Gewinnglättung, die ermöglicht schlechte Erntejahre mit guten Jahren steuerlich auszugleichen. Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten