15.06.2021

Sachsen: Direktvermarktung dominiert Erdbeersaison

Foto: vhz

Sachsen, mit seinen gerade mal 17 % Eigenversorgung und klimabedingt spätem Saisonstart ist nicht unbedingt Erdbeerland. Aber eine Saisoneröffnung feierte der Landesverband Sächsisches Obst e.V., der auch Betriebe in Sachsen-Anhalt vertritt, trotzdem – und legte Zahlen auf den Tisch: Eine Erdbeerernte von rund 2.000 t erwarten die im Verband vereinten Erzeuger in diesem Jahr (sächsische Betriebe insgesamt 2.500 t), etwa 160 t die in Sachsen-Anhalt. Die Frucht wächst in Sachsens Verbands-Betrieben auf 238 ha, das sind 7,2 % der Obstanbaufläche. Bis 2020 fiel eine deutliche Abwärtsentwicklung ins Auge: Der Erdbeeranbau in Sachsen schrumpfte in den vergangenen 15 Jahren auf fast die Hälfte und ging damit noch stärker als in Deutschland insgesamt zurück. Erst 2021, beflügelt durch das wirtschaftlich erfolgreiche Jahr 2020, bremste die Talfahrt. Von einer Trendwende wagte trotz der aktuell 8 ha Zuwachs noch niemand zu sprechen. Eines der Themen, der mit einer Pressekonferenz verbundenen Auftakt-Veranstaltung war der geschützte Anbau, der in Sachsen bislang auf nur 7 ha stattfindet. Die Vertreter der Erzeuger forderten eine schnelle Umsetzung der momentan noch im Landesbauausschuss liegenden Verordnung, die Baumaßnahmen vereinfachen sollte. Da vom LEH zunehmend gefordert wird, dass die Produktion unter Schutzbedingungen abläuft, steigt der Anteil der Direktvermarktung in Sachsen immer mehr. In diesem Jahr wird er bei 60 % liegen.   mhz