07.05.2020
Start-Up Agrarcopter entwickelt Drohnen für die Landwirtschaft

Daniel Hübl und seine DrohneFoto: FH Krems
Jungunternehmer Daniel Hübl studiert Unternehmensführung an der IMC FH Krems und hat im März mit seinem Start-Up “Agrarcopter” schon für Furore gesorgt, denn die Rettung kommt aus der Luft: Eine Spezial-Drohne findet und bekämpft Schädlinge und analysiert Pflanzen. So können zum Beispiel Probleme mit der Pflanzengesundheit oder “Wasserstress” im Wein- oder Ackerbau gelöst werden.
Daniel Hübl hat sich auf den Einsatz von Drohnen in der Land- und Forstwirtschaft spezialisiert. Der 20-jährige Herzogenburger ist überzeugt, dass einige Aufgaben in der Landwirtschaft von der Luft aus besser und schneller erledigt werden können als vom Boden. Im Vordergrund stehen erprobte Anwendungen wie die biologische Schädlingsbekämpfung, die einen großen wirtschaftlichen Nutzen bringt.
Aber es werden auch laufend neue Ideen geboren und nützliche Methoden entwickelt. Mit den aus der Luft gewonnenen Bildern und Daten kann vieles abgeleitet und entsprechende Maßnahmen am Boden gesetzt werden.
Digitalisierung in der Landwirtschaft hat Entwicklungspotential
Hierzulande ist die Digitalisierung in der Landwirtschaft noch sehr unterschiedlich ausgeprägt – doch so viel steht fest: Sie bietet in einigen Bereichen echtes Verbesserungs- und Einsparungspotenzial. Die zum Beispiel durch Drohnen gesammelten Daten werden im Anschluss mittels einer speziellen Software analysiert und die Ergebnisse bewertet.
„Die Kenntnisse für die Analyse habe ich mir selbst angeeignet. Einen Grundstein haben aber mit Sicherheit die verschiedensten analytischen Lehrveranstaltungen an der IMC FH Krems gelegt,” berichtet der visionäre niederösterreichische Jungunternehmer.
Multikopter: Umweltfreundlich, früherkennend und leistbar
Sein Angebot mit dem Multikopter – das ist der Fachausdruck für Drohnen – reicht angefangen von der biologischen Schädlingsbekämpfung aus der Luft durch Aufnahmen, die Rückschlüsse auf den genauen Zustand der Nutzpflanzen erlauben, bis hin zu Ernteprognosen und Handlungsbedarfsanalysen aufgrund von Trockenstress oder Schädlingen.
So können Land- und Forstwirte Bewässerung, Schädlingsbekämpfung und Düngung besser auf die Bedürfnisse der Pflanzen abstimmen. Das Ergebnis ist, dass Bereiche gezielt versorgt werden können, ohne die gesamte Kultur zu bearbeiten.
Für die Forstwirtschaft ist das Monitoring von Waldflächen mit Drohnen, die mit High-Tech-Kameras ausgerüstet sind, sehr nützlich. Vor allem, da mit dieser Technologie ein Befall mit Borkenkäfern bereits bei einzelnen Bäumen und somit in einem absoluten Frühstadium festgestellt werden kann. Die Multikopter sind sehr flink und damit sind die Einsätze schnell erledigt.
Lesen Sie
hier ein Interview mit Jungunternehmer Daniel Hübl.
Weitere Infos über das Start-Up unter
www.agrarcopter.at
Quelle: FH Krems