ZVG bringt zentrale Anliegen des Gartenbaus in Herbst-AMK ein
Im Vorfeld der Herbst-Agrarministerkonferenz hat der Zentralverband Gartenbau (ZVG) seine Positionen an die Agrarministerinnen und Agrarminister der Länder übermittelt. Im Verbändegespräch in Würzburg stellte ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer die aktuellen Herausforderungen des Gartenbaus in den Mittelpunkt. Dabei ging es insbesondere um Bürokratieabbau, praxistaugliche Regelungen und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Auswirkungen der neuen Regelungen zu Umweltaussagen und Verpackungen. Der ZVG warnte vor erheblicher Rechtsunsicherheit durch die Umsetzung der EmpCo-Richtlinie sowie der daraus resultierenden UWG-Novelle. Aussagen wie „bienenfreundlich“ oder „insektenfreundlich“ drohten aus Angst vor Abmahnungen aus der Verbraucherinformation zu verschwinden. Der Verband fordert deshalb einen klaren Rechtsrahmen für wissenschaftlich fundierte Verbraucherinformationen.
Ebenso kritisiert der ZVG die neuen Vorgaben der EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Insbesondere die Einstufung von Blumentöpfen als Verpackung sowie zusätzliche Kennzeichnungs-, Dokumentations- und Nachweispflichten würden viele Gartenbaubetriebe unverhältnismäßig belasten. Der Verband setzt sich daher für eine deutliche Vereinfachung der Regelungen, eine praxisgerechte Auslegung sowie wirksame Ausnahmeregelungen für kleine und mittlere Unternehmen ein.
Darüber hinaus brachte der ZVG seine Positionen zur Zukunft des Risikomanagements, zum Düngerecht, zum Pflanzenschutz sowie zur Sicherung von Saisonarbeitskräften in die Beratungen ein. Ziel bleibt es, die Produktions- und Wettbewerbsfähigkeit der Gartenbaubetriebe nachhaltig zu stärken und weitere bürokratische Belastungen zu vermeiden.
Quelle: ZVG

