14.02.2023

tagesschau.de: Lieber Äpfel als Blaubeeren

Quelle: Destatis

Auch bei Obst und Gemüse zeigen sich die Folgen der hohen Inflationsraten. Teure Beeren lässt die Kundschaft im Supermarkt aktuell lieber liegen. Stattdessen greifen Käufer lieber zum Basissortiment. In Zeiten hoher Inflationsraten - im Dezember lag die Teuerung immer noch bei hohen 8,6 Prozent - schaut die Kundschaft auch bei Obst und Gemüse stärker aufs Geld. Verbraucherinnen und Verbraucher seien derzeit insbesondere bei höherwertigen und damit teureren Produkten zurückhaltender, heißt es beim Deutschen Fruchthandelsverband.

Verband hofft auf moderate Preise

"Vorletztes Jahr waren verschiedene Beerensorten der absolute Renner", sagte Geschäftsführer Andreas Brügger der Nachrichtenagentur dpa. "Inzwischen laufen die Kunden daran vorbei. Der Trend geht zurück zum Basissortiment." Der Verband hoffe, dass die Preisentwicklung bei Obst und Gemüse trotz der insgesamt hohen Inflation in den kommenden Monaten moderat bleibe. "Das Angebot auf dem Weltmarkt ist im Moment zum Glück relativ hoch, weil angebaut werden kann", so Brügger. "Die Natur wächst weiter, trotz Corona und trotz Problemen in der Lieferkette. Die Marktversorgung war deshalb gut."

Entspannungssignale bei den Obstpreisen

Tatsächlich waren etwa die Preise für Obst im vergangenen Jahr in Deutschland mit einer Teuerungsrate von 3,0 % klar unterdurchschnittlich gestiegen. Die allgemeine Inflationsrate für 2022 hatte bei 7,9 % gelegen. Besonders gering war der Preisauftrieb dem Statistischen Bundesamt zufolge bei Äpfeln mit einem Plus von 0,8 %. An der Spitze lagen Gurken mit einem Preisanstieg von 26,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Erzeugerpreise deuten derweil auf eine weitere Entspannung am Markt hin: So lagen die Erzeugerpreise für Obst im November um 3,4 % niedriger als vor einem Jahr. Deutliche Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit 17,3 %. Quelle: tagesschau.de